Oberflächenaktivierung

Hydrophobe und hydrophile Oberflächen
Vergleich von hydrophiler und hydrophober Oberfläche

Die Oberfläche eines Gegenstands kann verschiedene Energiezustände annehmen. Diese werden unter anderem dadurch beschrieben, wie flüssigkeitsabweisend eine Oberfläche ist. Stark abweisende Oberflächen werden hydrophob genannt. Dieser Zustand der  Oberflächen wird durch einen einfachen Test ermittelt, bei dem ein kleiner Flüssigkeitstropfen auf die Oberfläche gebracht wird. Dabei wird beobachtet, wie stark sich der Tropfen ausbreitet oder eine Kugel bildet. Der Messwert hierzu ist der sogenannte Kontaktwinkel. Bei hydrophoben Oberflächen ist dieser Winkel sehr groß und eine Naßätzung kommt nur sehr ungleichmäßig in Gang.

 

Die Oberflächenenergie kann durch einen einfachen Aktivierungsprozess vom hydrophoben in den hydrophilen Zustand überführt werden, ein kurzer Prozess mit Sauerstoff, eventuell mit Argon gemischt, verändert die Oberfläche zu einen sehr niedrigen Kontaktwinkel, so daß ein nachfolgender nasschemischer Prozess viel schneller und gleichmäßiger verläuft also ohne diese Vorbehandlung.

Oberflächenmodifizierung für das Ink Jet Verfahren bei der Herstellung von OLED Flachbildschirmen.
Oberflächenanforderungen für PLED Ink Jet Printing

Eine andere Anwendung von Plasmaprozessen ist die Umwandlung mit verschiedenen Kontaktwinkeln verschiedener Oberflächen des gleichen Substrates. Dies wird zum Beispiel als Vorbehandlung von Gläsern für OLED-Flachbildschirme verwendet, die im Tintenstrahlverfahren hergestellt werden.